Wahltag in den USA: Worauf es bei den Midterms jetzt ankommt

Alle zwei Jahre schaut die Welt auf die amerikanischen Zwischenwahlen, und diesmal ist das Interesse besonders groß. An diesem Dienstag wird über sämtliche Sitze im Repräsentantenhaus und über gut ein Drittel des Senats abgestimmt. Damit entscheidet sich, wie frei Präsident Donald Trump in den kommenden zwei Jahren regieren kann oder ob er künftig mit einem Kongress verhandeln muss, der ihm deutlich weniger entgegenkommt.

Die Ausgangslage ist eng. Im Repräsentantenhaus reichen den Demokraten schon wenige zusätzliche Sitze, um die Mehrheit zu übernehmen. Im Senat ist der Weg weiter, denn dort müssten sie auch in Staaten gewinnen, in denen Trump zuletzt klar vorn lag. Landesweite Umfragen sehen die Opposition zwar im Vorteil, doch Umfragen sind keine Ergebnisse, und gerade in einzelnen umkämpften Bundesstaaten kann es sehr knapp werden.

Auffällig ist auch die hohe Beteiligung schon vor dem eigentlichen Wahltag. Millionen Menschen haben per Brief oder in vorab geöffneten Wahllokalen abgestimmt. Gleichzeitig bereiten sich Freiwillige darauf vor, die Abläufe vor Ort zu beobachten, weil das Vertrauen in einen reibungslosen Ablauf nicht überall selbstverständlich ist.

Wer die Zahlen, die wichtigsten Senatsrennen und die Einschätzungen der Analysten kompakt nachlesen möchte, findet sie in einem gut sortierten Überblick zur Ausgangslage der Midterms.

Für unser Verzeichnis gehört dieses Thema zu den wichtigsten der Woche, auch aus europäischer Sicht. Ein geteilter Kongress würde Handelsfragen, die Unterstützung für die Ukraine und die Haushaltspolitik spürbar beeinflussen. Endgültige Ergebnisse werden in manchen Staaten erst Tage nach der Wahl feststehen, denn das Auszählen der Briefstimmen dauert. Geduld ist also gefragt. Wer die Nacht verfolgen will, sollte vor allem auf wenige Schlüsselstaaten achten, denn dort fällt die Entscheidung über die Mehrheit.

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