Im Profifußball sind Rekorde für die jüngsten Spieler selten, weil die Regeln eine klare Grenze ziehen. Wer in der Bundesliga spielen will, muss mindestens 16 Jahre alt sein. Genau an dieser Grenze hat Eintracht Frankfurt am Sonntagabend ein Stück Ligageschichte geschrieben, und zwar mit einem Spieler, der seinen Geburtstag erst einen Tag zuvor gefeiert hatte.
Niko Iličević kam beim Heimsieg gegen den Hamburger SV kurz vor Schluss ins Spiel. Mit 16 Jahren und einem Tag teilt er sich nun die Bestmarke mit Youssoufa Moukoko, der sie seit 2020 allein gehalten hatte. Besonders hübsch ist eine familiäre Note: Sein Onkel spielte früher selbst für den HSV, und ausgerechnet gegen diesen Klub durfte der Neffe nun debütieren. Trotz der wenigen Minuten auf dem Rasen versuchte er sich sogar an zwei Abschlüssen.
Möglich wurde der Einsatz, weil das Spiel längst entschieden war. Frankfurt führte zu diesem Zeitpunkt klar, und der Trainer nutzte den Moment, auf den er nach eigenen Worten gewartet hatte. Nach dem Abpfiff schickten die Mitspieler den Neuling zu den Fans in die Kurve, eine schöne Geste für einen Abend, den der junge Mann kaum vergessen dürfte.
Den Spielverlauf, die Torschützen und die Stimmen nach der Partie fasst der Bericht über den Rekord von Niko Iličević anschaulich zusammen.
Für unser Verzeichnis ist diese Geschichte ein Beispiel dafür, wie sehr die Nachwuchsarbeit der Vereine zählt. Ein Debüt ist allerdings nur der Anfang. Viele hochgelobte Talente brauchen Jahre, bis sie sich wirklich durchsetzen, und manchmal ist gerade dann Geduld wichtiger als Schlagzeilen. Wer die Eintracht verfolgt, hat ab jetzt einen weiteren Namen, auf den es sich zu achten lohnt.
