Sportswear trifft Couture: Warum Zane Li gerade die spannendste Stimme der jungen Mode ist

Junge Modelabels haben es schwer. Gute Ideen gibt es viele, doch zwischen dem ersten Entwurf und einer stabilen Marke liegen Produktion, Vertrieb, Finanzierung und unzählige Rückschläge. Umso wichtiger sind Förderprogramme, die nicht nur Geld verteilen, sondern Türen öffnen. Genau deshalb wird in New York jedes Jahr gespannt verfolgt, wer den Fashion Fund von CFDA und Vogue gewinnt.

In diesem Jahr geht die Auszeichnung an Zane Li und sein Label Lii. Der Designer stammt aus Chongqing, hat in New York studiert und arbeitet dort heute. Seine Entwürfe verbinden zwei Welten, die lange als Gegensätze galten: die Lässigkeit der Sportbekleidung und die Präzision der Haute Couture. Klare Farbflächen, ungewöhnliche Schnitte und eine fast bauliche Strenge machen seine Kollektionen sofort erkennbar.

Bemerkenswert ist vor allem, wie konsequent Li in dieser Saison überzeugt hat. Der Fashion Fund ist nicht seine erste Ehrung des Jahres, bereits in Paris und bei einer weiteren amerikanischen Initiative wurde er ausgezeichnet. Eine solche Serie zeigt, dass seine Handschrift nicht nur eine Jury, sondern Fachleute aus ganz unterschiedlichen Richtungen anspricht.

Für die Branche ist das ein interessantes Signal. Kundinnen und Kunden wollen heute Kleidung, die bequem ist und trotzdem Haltung zeigt. Designer, die diesen Spagat ohne faule Kompromisse schaffen, haben gute Chancen, die nächste Generation großer Namen zu stellen. Das Mentoring, das mit dem Preis verbunden ist, könnte Li helfen, aus kreativer Stärke ein belastbares Geschäft zu machen.

Wer mehr über das Preisgeld, die Gastgeber des Abends und die beiden Zweitplatzierten erfahren möchte, findet alle Einzelheiten im Artikel über den Sieg von Zane Li beim Fashion Fund. Es lohnt sich, diesen Namen in den kommenden Saisons im Blick zu behalten, denn vieles spricht dafür, dass Lii bald auch außerhalb New Yorks auf großen Laufstegen zu sehen sein wird.

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