Nach dem 6:1 gegen Leipzig: Wie der FC Bayern aus zwei Remis eine Machtdemonstration machte

Vor dem Anpfiff wurde in München über Krise gesprochen, nach dem Abpfiff nur noch über einen Spieler. Zwei Unentschieden hatten den FC Bayern ins Grübeln gebracht, ein 2:2 in Augsburg und ein überraschendes 3:3 in der Champions League bei Viking. RB Leipzig kam mit zwei Siegen ohne Gegentor und der Chance, an den Münchnern vorbeizuziehen. Am Ende stand ein 6:1, das die Verhältnisse an diesem Spieltag deutlich zurechtrückte.

Luis Díaz war der prägende Mann. Drei Tore und eine Vorlage gingen auf das Konto des Kolumbianers, der früh nach Zuspiel von Joshua Kimmich traf und damit die Nervosität aus dem Spiel nahm. Pavlović und Olise legten noch vor der Pause nach, später trafen auch Díaz und Harry Kane. Leipzig gelang erst in der Nachspielzeit durch Maksimović ein Treffer. Dass das Ergebnis nicht noch höher ausfiel, verdankte RB vor allem Torhüter Vandevoordt.

Bemerkenswert war weniger die Torfolge als die Haltung dahinter. Die Münchner liefen schon in der ersten Halbzeit spürbar mehr als der Gegner und ließen Leipzig kaum Umschaltmomente. Martin Demichelis, der vorher noch selbstbewusst gesprochen hatte, fand danach deutliche Worte der Selbstkritik. Vincent Kompany konnte es sich sogar leisten, Kane und andere Stammspieler früh vom Platz zu nehmen.

Wie die Partie im Detail verlief und welche Stimmen es danach gab, beschreibt dieser Spielbericht zum Kantersieg der Bayern.

Unser Verzeichnis-Hinweis: Die nächsten Tage werden zeigen, ob der Abend eine Wende war. Für die Bayern geht es zum FC Arsenal und nach Freiburg, Leipzig muss zu Real Madrid. Wer die Saison verfolgt, sollte beide Termine im Kalender haben.

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