Bayern gegen Leipzig: Warum das Samstagsspiel in der Allianz Arena mehr als ein Spitzenspiel ist

Normalerweise ist die Rollenverteilung klar, wenn RB Leipzig nach München fährt. Diesmal ist sie es nicht ganz. Der FC Bayern geht nach zwei Unentschieden in Folge in den sechsten Bundesliga-Spieltag, einem Remis in Augsburg und einem in der Champions League bei Viking Stavanger. Leipzig dagegen hat zwei Siege nacheinander geholt, sieben Tore erzielt und keines kassiert. Mit einem Auswärtssieg am Samstagabend um 18:30 Uhr würden die Sachsen sogar in der Tabelle an den Münchnern vorbeiziehen.

Die Geschichte hinter dem Spiel heißt Martin Demichelis. Der Leipziger Trainer hat zwölf Jahre in München gelebt und 259 Pflichtspiele für den FC Bayern bestritten, mit vier Meistertiteln und einem Einsatz im Champions-League-Finale 2010. Sentimental will er trotzdem nicht werden. Er warnt eher vor gereizten Bayern, die nach den Ausrutschern etwas beweisen wollen. Die Statistik stützt seine Vorsicht: Die letzten drei Gastspiele in der Allianz Arena verlor Leipzig mit einem Torverhältnis von 2:14.

Personell sieht es für RB gut aus. Die Elf, die unter der Woche 1:0 gegen PSV Eindhoven gewann, ist komplett verfügbar, und Christoph Baumgartner steht vor seinem Comeback. Vorne sollen Tempo-Spieler wie Nkunku, Nusa und Gruda die Umschaltmomente nutzen. Bei den Bayern schaut man dagegen auf das Tor, wo Jonas Urbig zunehmend in den Mittelpunkt rückt. Vincent Kompany gibt sich gelassen und spricht von Vorfreude auf die kommenden Wochen.

Wer Aufstellungsfragen, Bilanz und Stimmen vor dem Anpfiff nachlesen will, findet sie in dieser Vorschau auf das Topspiel in München.

Unser Verzeichnis-Hinweis: Solche Spiele entscheiden selten die Saison, aber oft die Stimmung für die nächsten Wochen. Genau deshalb lohnt sich das Einschalten.

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