Lichtermeer in Bielefeld: Wie die deutsche U21 ihr EM-Ticket feierte

Manche Länderspiele sind schnell vergessen, andere bleiben wegen der Stimmung im Kopf. Der Abend in der Bielefelder Schüco-Arena gehört eindeutig zur zweiten Sorte. Die deutsche U21 hat mit einem 2:0 gegen Georgien die Qualifikation für die Europameisterschaft 2027 in Albanien und Serbien perfekt gemacht und sich gleichzeitig den Gruppensieg gesichert. Mehr als 20.000 Zuschauer sahen zu, so viele wie seit rund zwanzig Jahren nicht mehr bei einem Heimspiel der Nachwuchsauswahl.

Sportlich war die Partie lange enger, als das Ergebnis vermuten lässt. Nach der frühen Führung, an der Dzenan Pejcinovic entscheidend beteiligt war, ließ die Mannschaft von Antonio Di Salvo einige Chancen liegen. Ein weiterer Treffer kurz nach der Pause wurde wegen eines Fouls aberkannt, und Georgien wurde danach mutiger. Ein Gegentor hätte die Tabelle noch einmal durcheinandergewirbelt. Erst ein schneller Ballgewinn tief in der gegnerischen Hälfte brachte die Erlösung, als Pejcinovic zum zweiten Mal zur Stelle war.

Bemerkenswert ist der Weg dorthin. Die Qualifikation hatte vor einem Jahr mit einer Heimniederlage gegen Griechenland begonnen, und lange musste die Mannschaft dem Konkurrenten hinterherlaufen. Am Ende entschied ausgerechnet der direkte Vergleich mit den Griechen über Platz eins. Neun Siege aus zehn Spielen sind eine Bilanz, die zeigt, wie viel Qualität in diesem Jahrgang steckt.

Wer den Spielverlauf, die Stimmen von Kapitän Nicolò Tresoldi und dem Trainer sowie den Rückblick auf die gesamte Qualifikation nachlesen möchte, findet alles im Spielbericht zur EM-Qualifikation der U21 auf Amiratower. Für unser Verzeichnis ist er eine gute Adresse für alle, die den Nachwuchsfußball verfolgen.

Besonders hängen bleiben dürfte das Bild nach dem Schlusspfiff: Spieler und Betreuer vor der Kurve, tausende Handylichter im Rund und eine Ehrenrunde, die kein Ende nehmen wollte. Für viele der jungen Spieler könnte dieser Abend ein Sprungbrett in Richtung A-Nationalmannschaft sein.

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