USA und Iran: Dreistündige UN-Runde ohne Durchbruch

Am Rande der UN-Generalversammlung in New York ist wieder Bewegung in den festgefahrenen Iran-Konflikt gekommen. Vertreter der Vereinigten Staaten und des Iran haben erstmals seit längerer Zeit direkt gesprochen. US-Präsident Donald Trump nannte den rund dreistündigen Austausch „sehr gut“; iranische Staatsmedien bestätigten die Runde. Konkrete Ergebnisse wurden zunächst nicht mitgeteilt – doch das Signal ist klar: Beide Seiten testen, ob Diplomatie neben Drohkulissen noch Raum hat.

An den Gesprächen nahmen laut Trump unter anderem Steve Witkoff und Jared Kushner teil. Pakistan und Katar gelten als Vermittler. Im Zentrum steht weiterhin die Straße von Hormus. Teheran kommunizierte über Außenminister Abbas Araghtschi Bedingungen für eine Öffnung der Schifffahrtsroute: Aufhebung der US-Seeblockade, Freigabe eingefrorener Vermögenswerte und ein Ende der Kampfhandlungen an allen Fronten. Auch EU-Vertreter sprachen in New York mit Araghtschi; auf der Agenda stand die freie Schifffahrt.

Der Hintergrund erklärt die Aufmerksamkeit. Der Konflikt, der Ende Februar mit amerikanisch-israelischen Angriffen begonnen hatte, gilt seit Monaten als festgefahren. Frühere Runden in der Schweiz und in Doha lieferten keine belastbaren Fahrpläne. Während Unterhändler Stunden in New York verbringen, bleibt die öffentliche Sprache maximal konfrontativ: Diplomatie und Abschreckung laufen parallel. Den Überblick zur Runde und zu den Vermittlerkanälen gibt Amiratower.

Ob aus Stunden am Tisch Inspektionen, Teilöffnungen der Hormus-Route oder gestaffelte Sanktionserleichterungen werden, bleibt offen. Trump stellte eine Fortsetzung in Aussicht; Präsident Massud Peseschkian sollte vor den Vereinten Nationen sprechen. Für Energiepreise, Reedereien und europäische Diplomatie zählt vor allem, ob messbare Schritte folgen. Die New Yorker Runde ist ein Testballon – noch kein Wendepunkt.

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