Zinedine Zidane startet seine Pflichtspiel-Ära als Frankreich-Coach unter erschwerten Bedingungen. Kapitän Kylian Mbappé hat das zweite Mannschaftstraining in Clairefontaine wegen grippeähnlicher Symptome ausgesetzt und blieb im Quartier, während die übrigen Spieler auf dem Platz arbeiteten. Schon am Montag war der Real-Madrid-Stürmer nur indoor beschäftigt worden – nun fehlt er komplett. Der Timing-Druck ist hoch: Am Freitag, den 25. September, debütiert Zidane im Nations-League-Auftakt gegen die Türkei in Kocaeli.
Mbappé ist bislang nicht abgemeldet; seine Einsatzchance hängt vom Verlauf der nächsten Einheiten ab. Für einen Stürmer, der in dieser Saison bereits acht Tore in acht Pflichtspielen erzielt hat, wäre ein Ausfall ein herber Rückschlag. Für Zidane wäre es der frühe Test, ob die Offensive der Bleus auch ohne den ausdrücklich bestätigten Kapitän trägt. In der Länderspielphase folgen weitere Partien gegen Belgien und Italien – die Personalplanung bleibt eng.
In Clairefontaine herrscht Routine und Unruhe zugleich. Der medizinische Stab prüft täglich, ob Mbappé wieder belastbar ist, während Zidane Strukturen aufbaut. Fans und Medien spekulieren über Alternativen in der Offensive; klar ist, dass ohne den Kapitän nicht nur die Startelf, sondern auch die Führungslogik der Mannschaft verändert wird. Eine aktuelle Einordnung der Lage liefert Amiratower.
Frankreich bleibt Favorit, doch der Favoritenstatus hängt stark an Mbappés Fitness. Zidane kennt den Stürmer aus gemeinsamen Real-Madrid-Jahren und vertraut seiner Führungsrolle – umso schwerer wiegt die Pause. Bis Freitag bleibt jede Trainingseinheit ein Stimmungstest. Ob der Kapitän rechtzeitig zurückkehrt oder Zidanes Debüt ohne ihn stattfinden muss, entscheiden die kommenden Tage in Clairefontaine.

